In diesem Jahr zeigt sich in Dreieich und Neu-Isenburg ein deutlich stärkerer Befall von Eichen mit Eichenprozessionsspinnern als in den vergangenen Jahren. Die Raupen des Falters stellen eine gesundheitliche Gefahr dar. Raupen und Nester sind konsequent zu meiden.
Viele Eichen in den Stadtgebieten Dreieich und Neu-Isenburg sind in diesem Jahr vom Eichenprozessionsspinner befallen.
Die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners sorgen seit vielen Jahren im Rhein-Main-Gebiet für Aufregung. Die Nesselhaare der Raupen verursachen bei Hautkontakt einen unangenehmen, juckenden Ausschlag und in Einzelfällen kommt es zu weiteren allergischen Reaktionen, insbesondere der Atemwege. Besonders tückisch: Die Brennhaare können durch die Luft verbreitet werden und bleiben auch in alten oder verlassenen Nestern noch lange aktiv.
„Der Befallsdruck in diesem Jahr ist besonders hoch, nicht nur in Dreieich und Neu-Isenburg, sondern im gesamten Rhein-Main-Gebiet – und auch bundesweit erscheinen erste Meldungen über einen besonders starken Befall.“ berichtet Sylvio Jäckel, Fachbereichsleiter Bäume. „Offenbar war das sehr warme Frühjahr ein Booster für die Populationsentwicklung.“
Eine präventive Spritzung erfolgte wie in den Vorjahren gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners in beiden Städten an Orten mit hoher Verkehrserwartung. In der Regel gab es in den Vorjahren im Nachgang nur einzelne Befallsstellen in den Stadtgebieten. Anders jedoch in diesem Jahr: Der Eichenprozessionsspinner zeigt sich an vielen Eichen, an denen vorher noch nie ein Befall festzustellen war und in den Bereichen, in denen gespritzt wurde gibt es teilweise auch Befall.
Befallene Bäume und Gespinste sind weiträumig zu umgehen. Nester dürfen keinesfalls berührt oder eigenständig entfernt werden. Besonders stark frequentierte Orte mit befallenen Eichen werden bis zur Absaugung abgesperrt. Auf Privatgrundstücken sind die jeweiligen Eigentümer für die Beseitigung verantwortlich.
Meldungen über Mängelmelder oder Kontakt:
Donald Baum, d.baum@dlb-aoer.de und Sylvio Jäckel, s.jaeckel@dlb-aoer.de.
Weitere Informationen / Faltblatt: https://www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer/Eichenprozessionsspinner.pdf
