Öffentliche Brunnen werden vorübergehend stillgelegt

Die dauerhafte Hitze und Trockenheit machen nicht nur der Natur und dem Menschen zu schaffen, sondern auch den städtischen Brunnenanlagen. Allerdings in ungewohnter Weise: Aufgrund einer außergewöhnlich erhöhten Wasserentnahme durch Privatpersonen wird das Wasser in den Brunnen immer weniger. Mit Gießkannen wird das Wasser am Wasserhahn abgefangen und damit die Gesamtmenge an Wasser im Kreislauf reduziert. Ein automatischer Nachfluss von Wasser ist nicht an allen Standorten verbaut. So müssen die Brunnen manuell kontrolliert und von Hand nachgespeist werden. Wenn die Maßnahme zu spät erfolgt, laufen die Pumpen trocken und gehen kaputt.

So ist es fast am Lindenplatz passiert – der Wasserstand war nur nach einem Wochenende so niedrig, dass die Pumpe eventuell schon Schäden genommen hat. Die tägliche Kontrolle der Brunnen inklusive manueller Nachspeisung des Wassers ist kritisch zu betrachten, schließlich steht die Wasserampel in Dreieich auf „Gelb“, was die Nutzung von Trinkwasser auf das Nötigste reduzieren soll. Da die städtischen Brunnenanlagen mit Trinkwasser befüllt werden, liegt der Entschluss nahe, zum Schutz der Pumpen und im Sinne der Wasserwirtschaft die Brunnen vorübergehend stillzulegen.

Es ist geplant am Freitag, den 10. Juli in Sprendlingen den Brunnen am Lindenplatz und den Hoschebaa-Brunnen sowie in Götzenhain den Brunnen am Dorfplatz vorerst bis zum Ende der Sommerferien stillzulegen. Das Wetter und die Wasserampel sollen zum Ende der Sommerferien darüber entscheiden, ob die Brunnen dann wieder in Betrieb genommen werden können oder der Zeitpunkt verschoben wird. Die zwei Brunnen in der Fahrgasse besitzen eine automatische Nachspeisung und können somit weiter betrieben werden, gleichwohl auch hier auf eine Entnahme von Wasser in größeren Mengen verzichtet werden sollte.